Weniger Müll, mehr Leben

25 Lebensmittel, die immer im Haus sein sollten

November 2026

In jedem Haushalt, in dem regelmäßig gekocht wird, sollten gewisse Lebensmittel immer vor Ort sein. Wenn sie aufgebraucht sind, werden sie beim Wocheneinkauf wieder aufgefüllt. Mit diesen Lebensmitteln können sehr viele Mahlzeiten bestritten werden, ob vorgeplant oder spontan gekocht. Die meisten sind günstig, bei einigen lohnt es sich, diese dann aufzufüllen, wenn sie im Angebot sind. Diese Lebensmittel machen uns unabhängig von den Ausgeburten der Lebensmittelindustrie, die uns ihre meist miserable Qualitäten mit teurem Marketing als Zeitersparnis oder Geschmackserlebnis verkaufen möchte.

25 Lebensmittel, die immer im Haus sein sollten

  1. Hülsenfrüchte: In großen Beuteln gekauft (auf den Kilopreis achten), in großen Portionen gekocht (Energieaufwand fällt nur einmal an), portionsweise eingefroren.
  2. Nudeln und Reis: Auf richtige Lagerung achten, damit es keinen Insektenbefall gibt. Immer verfügbar, schnell zubereitet. Dies gilt nicht für Vollkornvarianten, diese nur bei Bedarf kaufen. Je nach Kochvorlieben gibt es eine breite Varianz an Sorten bzw. Produkten.
  3. Haferflocken: Ein schnelles Frühstück, lassen sich für viele weitere Gerichte und Gebäck ebenfalls nutzen.
  4. Mehl: Gebäck braucht (fast) immer Mehl und die meisten von uns essen täglich Gebäck. Brot, Brötchen, Burger Buns, Tortillas, Pitabrot, was immer man regelmäßig isst, lässt sich in großen Portionen zubereiten und portionsweise einfrieren. Vollkornmehle lasse ich mir im Bioladen frisch mahlen, es schmeckt signifikant besser. Diese kaufe ich nur in kleinen Mengen bei Bedarf. Wer eine Getreidemühle hat, kann sich Vollkornmehle selbst mahlen.
  5. Eier: Gibt es ein vielseitigeres Lebensmittel? Auf regionale Herkunft achten, am besten kennt man den Hof persönlich.
  6. Ein Hähnchen: Ein Hähnchen oder eine größere Poularde liefert viele Mahlzeiten. Die beiden Hähnchenbrüste reichen für 2-4 Portionen (je nach Größe und Hunger), die beiden Oberkeulen sind je eine Portion, die beiden Unterkeulen ergeben eine Portion, die beiden Flügel ergeben eine kleine Portion, aus der Karkasse und den Knochen der übrigen Teile lässt sich Brühe kochen, ebenfalls zwei Portionen. Wenn das Hähnchen noch über die Innereien verfügt, ergeben Herz, Leber und Magen noch eine Portion Essen. Das ergibt bis zu elf Portionen. Ein Hähnchen zu zerteilen ist nicht schwer, Anleitungen gibt es bei YouTube. Wenn Biohähnchen im Angebot sind, kaufe ich mehrere, zerteile sie und friere portionsweise ein.
  7. Kartoffeln: Köstlich, gesund, regional, vielseitig, vielfältige Sorten, preiswert.
  8. Zwiebeln und Knoblauch: Unverzichtbar.
  9. Möhren: Eines der vielseitigsten Gemüse in fast allen Esskulturen. Wenn sie doch mal gummiartig werden, wandern sie in die eingefrorene Suppentüte, genau wie alle Schalen. Daraus wird dann Brühe gekocht.
  10. Kohl: Es gibt ihn zu jeder Jahreszeit, frisch vom Feld oder aus Lagerbeständen. Die Sortenvielfalt ist sehr groß und immer wieder gibt es neue Sorten, entweder importierte Sorten oder Neuzüchtungen. Kohl ist vielseitig, köstlich, er passt zu allen Jahreszeiten und hat zu Unrecht ein plumpes Image. In der Regel hält er sich im Kühlschrank mehrere Wochen, zumindest einige Sorten.
  11. Zitronen: Ich brauche sie ständig, vielleicht gilt das nicht für jeden Menschen. Säure ist eine der wichtigsten Komponenten für schmackhaftes Essen und Zitrone ist meine liebste Säure.
  12. Tomatenkonserven: Braucht man einfach immer. Es lohnt sich, Bioware zu kaufen, weil bei konventionellen Produkten zum Schälen der Früchte Chemie eingesetzt wird.
  13. Joghurt ohne weitere Zutaten: Eine schnelle Sauce, ein Dip, ein erfrischendes Dessert mit Früchten, eine klassische Beilage zu orientalischen Gerichten; Joghurt wird vielseitig gebraucht. Ich bevorzuge Joghurt mit einem Fettanteil von 10 Prozent, aber das ist reine Geschmackssache. Das Mehrwegglas ist die angemessene Verpackung.
  14. Butter: Ein Stück Butter verbessert den Geschmack so vieler Gerichte und für passionierte Brot-Frühstücker*innen ist Butter sowieso unverzichtbar. Wenn sie im Angebot ist, größere Mengen kaufen und einfrieren.
  15. Öl: Ein sehr gutes Olivenöl extra vergine (am besten als Jahresvorrat direkt beim Produzenten vor Ort bestellen; Vorrat nach der nächsten Ernte wieder auffüllen) und ein sehr gutes Rapsöl kaltgepresst müssen eigentlich immer da sein. Damit werden Salate und kalte Speisen zubereitet. Ein gutes neutrales Bratöl, welches hoch erhitzt werden kann, ist ebenfalls erforderlich (ich nehme ein raffiniertes Rapsöl). Weitere Öle für besondere Speisen (Nussöle, Leinöl, Kürbiskernöl, Sesamöl u.ä.) in sehr kleinen Mengen sind sinnvoll, wenn diese auch komplett aufgebraucht werden. Man lagert sie am besten im Kühlschrank. Bei Öl immer auf die Qualität achten und akzeptieren, dass sehr gute Öle auch Geld kosten müssen! Öl gehört in eine Glasflasche, am besten ist dunkles Glas (für kaltgepresste Öle).
  16. Salz: Ein normales Haushaltssalz mit Jod (Deutschland ist Jodmangelgebiet) reicht. Meersalzflocken als nettes add on sind sinnvoll, wenn man sie aufgrund der Textur und des Crunches einsetzt. Ansonsten gilt: Natriumchlorid ist Natriumchlorid! Fallt nicht auf Himalaya-Humbug und andere überteuerte und ökologisch höchst fragwürdige Produkte herein.
  17. Gewürze: Alles, was es im Ganzen gibt, ist Pulver vorzuziehen. Ansonsten halte ich es in der Regel so: Gewürze, die ich schnell aufbrauche, kaufe ich in Bioqualität. Gewürze, die länger bei mir bleiben, kaufe ich eher aus konventioneller Produktion. Diese werden gegen Schimmelbefall behandelt. Eigentlich will man sowas nicht mitessen, aber wenn sie lange in der Gewürzschublade stehen, ist die Gefahr eines Befalls groß. Gewürze kommen in ein fest schließendes Schraubglas, stehen in Herdnähe, aber dunkel, trocken und unterhalb des Herdes. Gewürzschränke über dem Herd sind eine Dummheit, alle Dämpfe ziehen in den Schrank.
  18. Zucker: Weißer Rübenzucker, heller und dunkler Rohrzucker sind die wichtigsten Süßungsmittel. Da sie lange halten, kann man sie hervorragend lagern. Ansonsten gibt es noch Zucker in Sirupform. Einige davon sind gute Naturprodukte (wie Ahornsirup in Bioqualität) mit einem ausgeprägten Geschmack, andere sind gesundheitlich genauso bedenklich wie Haushaltszucker, beispielsweise Reissirup; diese braucht man eigentlich nicht.
  19. Nüsse, Kerne und Samen: Wunderbare Produkte, ohne die ich mir eine Küche nicht vorstellen kann. Jedoch werden diese Produkte schnell ranzig, weswegen man immer nur wenig davon im Haus haben sollte und diese schnell aufbraucht. Sie lassen sich auch einfrieren.
  20. Honig: Ein Universallebensmittel, das viele Zwecke erfüllt. Honig kaufe ich nie im Supermarkt, sondern ausschließlich von Imker*innen vor Ort, ob zuhause oder im Urlaub.
  21. Essig: Es ist Geschmackssache, wie viele verschiedene Sorten man im Hause haben möchte. Da Essig fast unbegrenzt hält, ist es unproblematisch, mehrere Sorten vorzuhalten. Ich habe immer folgende Sorten im Haus: Apfelessig (häufig selbst angesetzt), Rotweinessig, Weißweinessig, Reisessig. Aromatisierte Sorten mag ich nicht. Wenn ich einen Estragonessig möchte, dann nehme ich Weißweinessig und Estragon für das Rezept. Aceto Balsamico kaufe ich nur in der traditionellen, echten Variante (also lange Jahre gelagert), diese kostet aber viel Geld, daher ist das eher ein selten genutzter Essig. Auf die Supermarktplörre sollte man verzichten.
  22. Natron, Weinsteinbackpulver, frische Hefe (eingefroren), trockene Hefe, Speisestärke, Backkakao und Paniermehl oder Semmelbrösel (häufig aus trockenem Brot selbst gerieben) habe ich immer im Haus.
  23. Schokolade: Dunkle Schokolade habe ich stets im Vorrat, da ich diese für Desserts und Gebäck regelmäßig nutze. Ich bemühe mich, diese aus fairem Biohandel zu beziehen, aber sie muss auch schmecken, was leider nicht immer der Fall ist.
  24. Würzsaucen: Ich mache einige selbst, aber nicht alle. Sojasaucen, Fischsauce, Tabasco, Sriracha habe ich gekauft stets im Kühlschrank.
  25. Aroma-Zutaten: Einige Produkte benutze ich häufig, aber nicht ständig. Wenn diese sich einfrieren lassen, habe ich sie im Tiefkühler, darunter Tomatenmark, Zitronenblätter, Zitronengras, Galgant, Ingwer, Tamarindenpaste, Garnelenpaste, scharfe und milde türkische Paprikapaste.


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